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Mörschieder Stumm-Orgel von 1895
Historisches
zur ev. Kirche Mörschied
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Informationen folgen noch.
Orgel
1895 erbaut von Gustav Stumm, Kirn
Ende der 1950-Jahre die Gambe entfernt, eine neue Oktave 2’
auf ihren Stock gestellt, eine Mixtur 4-fach rückte an die Stelle der alten
Oktave 2’ und der Winddruck erniedrigt (Fa. Oberlinger, Windesheim). Später
wurden auch Aufbauten und Schleierbretter des Gehäuses entfernt. 1988/2005
wurde die Orgel von Fa. Förster & Nikolaus, Lich (Hessen) restauriert und
erst die Spielmechanik, dann die Disposition wieder hergestellt.
Bei der Pedalwindlade handelt es sich um eine Mischform: sie
hat eine Registerkanzelle, aber Schleifladenventile, die mit oben auf dem
Ventil sitzenden Stechern geöffnet werden, ähnlich wie bei einer Springlade.
Unter welchen Bedingungen Gustav Stumm die Orgel aufbaute,
zeigt eine Notiz auf dem Deckel des Balggewichtskasten:
„Am 16. October 1895 wurde diese Orgel von der Gemeinde
Mörschied durch drei Fuhren abgeholt. Das Wetter ward regnerisch und nachdem
alles auf dem Wagen war, gab es ein
Gewitter mit starkem Regen, wodurch einige Teile, wie Blasebalg, sehr
verschmiert wurden. Die Aufstellung in der Kirche dauerte vom 17. bis 26.
October. Um am 27. die Orgel einweihen zu können, mussten die letzten Nächte
zum Teil dazugenommen werden und war die Temperatur in der ungeheizten Kirche,
während es Schnee und Frost gab, nicht sehr gemütlich. Aufgestellt ward die
Orgel durch Gustav Stumm und dessen Gehilfen Nikolaus Fett, als Windmacher
hatte sich Feldhüter Karl Noll von Mörschied freiwillig gestellt und sehr gut
Dienst dabei geleistet."
27. October 1895, Gustav Stumm, Orgelbaumeister.
Disposition
- 1 Manual, mech. Kegellade
- Prinzipal 8’
- Gedackt 8’
- Viola di Gamba 8’
- Bordun 8’
- Oktave 4’
- Hohlfloet 4’
- Oktave 2’
- Subbass 16’
- Koppel
- feste
Kombinationen als Fußtritte
Quelle: Restaurierungsberichte von Herrn Pfr. Hübner,
Herrstein
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