|
Kleinicher
Stumm-Orgel
von
1809
Historisches
zur ev. Kirche Kleinich
Frühklassizistischer
Bau von 1790 in Form eines griechisches Kreuzes von dem Saarbrücker
Baumeister Friedrich Gerhard Wahl, Turm aus dem 14. Jhdt., Musterbeispiel
eines protestantischen Gotteshauses des ausklingenden Barocks, ist
Mittelpunkt des ev. Kirchspiels, weithin sichtbar in der hügeligen
Hochebene des Hunsrückes.
Orgel
1809 erbaut
in den letzten Jahren der 3. Stumm-Generation (Philipp, 1734-1814,
Franz, 1748-1826 und Friedrich Carl, 1744-1823). Das Instrument
steht auf einer eigenen Empore “im Angesicht” der Gemeinde und dient
somit auch, entsprechend lutherischer Praxis, der Verkündigung.
Das barocke Gehäuse, ausgeschmückt mit feingeschnitzten Ranken und
Verzierungen, die ins Empire weisen, ist in die Emporenbrüstung
eingebaut mit der biblischen Inschrift: “Wachet, steht im Glauben,
seid männlich und seid stark!”
Technisches
Mechanische
Schleifladen, Flügeltremulant im originalen Kanal zur Manuallade,
Pedalkoppel über ein Wellenbrett in die Manualtasten eingreifend,
Stimmung gleichschwebend im “Cornett-Ton” (425 Hertz bei 16° C),
Pedalregister freistehend hinter dem Gehäuse, dahinter 2 Keilbälge
zur Windversorgung (original 3).
Das Werk wurde
1986 von der Fa. Klais, Bonn restauriert.
Disposition
Das einmanualige
Werk hat folgende Disposition:
Manual (C-c´´´):
- Prinzipal
8´
- Gamba
8´
- Bourdon
8´ B + D
- Traversflöte
8´D
- Oktave
4´
- Flöte
4´
- Quint
3´
- Oktav
2´
- Salicional
2´
- Terz
1 3/5´
- Mixtur
1´ 3fach
- Trompete
8´ B + D
- Vox humana
8´ B + D*
- Tremulant
Pedal (C-d):
- Subbass
16´
- Oktavbass
8´
- Koppel
* Das Zungenregister
Vox humana ist wahrscheinlich das letzte der Stumms.
Quellen:
Festschrift zur Orgelweihe u. zum 200-jährigen Jubiläum der
Kirche
Wissenswertes
zur Kirchengemeinde:
Infos unter
www.ekkt.de/kleinich
zum
Anfang
|